Kategorie Ortsverband Brodswinden

4 Tage Bonn - Eifel

schwere Bunkereingangstür
Bunkereingangstür © Herzog

4-Tagesfahrt nach Bonn, Eifel und Siebengebirge: 14. - 17. Mai 2026

1.Tag: Donnerstag (Himmelfahrt): Mit 46 Personen geht es am Himmelfahrtsmorgen mit dem Bus der Firma Fiedel auf der A6 und A61 in Richtung Bad Neuenahr-Ahrweiler. Auf der Fahrt gab es auch Pausen mit Brotzeit, Kaffee und Kuchen am Bus. Diese Pausen dienten auch zum gegenseitigen Kennenlernen, denn es waren wieder 8 neue Teilnehmer dabei. Das erste Ziel an diesem Tag war der ehem. Regierungsbunker bei Bad Neuenahr, der heute nur noch ein Museum ist. Dieser liegt in den Weinbergen, der nach einen Fußmarsch erreicht wurde. In den Zeit von 1960 bis 1972 wurde in zwei nicht fertiggestellte Eisenbahntunnels eine Bunkeranlage von 17,3 km länge für die Bundesregierung, die damals noch den Sitz in Bonn hatte, ausgebaut. In der Anlage konnten etwa 3.000 Personen in Mehrschichtbetrieb die Regierungsgeschäfte mindestens 6 Wochen weiterführen. Dabei war an alles Notwendige gedacht wie Lüftungsanlage, Wasser aus eigene Brunnen, eigene Stromversorgung, Verpflegung, Krankenstation, Raum für die Presse und vieles mehr. Bei der Führung wurde und klar, wie aus heutiger Sicht mit einfachen Mitteln und Geräten das ausgestattet war. Der Bunker wurde nach dem „Kalten Krieg“ 1990 stillgelegt und dann zurückgebaut bis auf 203 m für das Museum. Der ehem. Bunker liegt im Ahrtal. Hier war im Juli 2021 bei starken Regenfällen viele Brücken und Gebäude zerstört worden. Auch 69 Menschen wurden dabei getötet.

Danach fuhren wir zum Hotel „Zur Post“ in einen Vorort von Bonn, das uns die 3 Nächte beherbergt.

2. Tag: Nach dem Frühstück wurde zuerst mit dem Bus und dann zu Fuß die ehemalige Regierungshauptstadt der BRD Bonn erkundet. Das Regierungsviertel, die diplomatischen Vertretungen, die Uni, das Münster, der Marktplatz und das Geburtshaus von Ludwig van Beethoven waren einige Punkte. Auch viele Museen gäbe es zu besuchen. Am Nachmittag ging es nach einer Freizeit mit dem Bus und einem Führer rechtsrheinisch Flußaufwärts bis wir nach Maria Laach kamen. In dieser Abtei mit der sechstürmigen Klosterkirche, das Laacher Münster, und der Klosteranlage, fand im 3. Reich Konrad Adenauer (damals OB von Köln) Unterschlupf. Zurück zum Hotel auf der anderen Uferseite, wo man an vielen Burgen und Ruinen vorbei kam.

3. Tag: Am dritten Tag ging es ins Siebengebirge am rechten Rheinufer. Zuvor bestieg man in Bonn das Personenschiff „Prinzessin“ um auf dem Rhein vorbei an dem Regierungsviertel und am Berg die Hotelanlage Petersberg nach Königswinter zu kommen. Dort erreichte man nach einen kleinen Fußmarsch die Drachenfelszahnradbahn, die auf den Drachenfels (321m NN) führt. Auf einer Streckenlänge von 1.520m und einer max. Steigung von 20% überwindet sie in 8 min. einen Höhenunterschied von 219,60m. An der Mittelstation ging es noch zum „Schloß Drachenburg“, das von 1882 – 1884 in den historischen Stilen der Neogotik und der Neorenaissance als Wohnsitz gebaut wurde. Führung in zwei Gruppen. Dann weiter mit der Bahn nach oben zum Drachenfels-Plateau. Bei herrlicher Aussicht über das Rheintal in beide Richtungen, verging die Freizeit im Fluge. Unten angekommen ging es weiter mit dem Bus ins nahe Rhöndorf (Honnef). Dort steht das ehem. Wohnhaus von Konrad Adenauer (*1876, +1967), das er ab 1950 bis zum Tode bewohnte. Heute ist es eine Stiftung und kann besucht werden. Tief beeindruckt vom Leben des 1. Bundeskanzler K. Adenauer kehrten wir zum Abendessen ins Hotel „Zur Post“ zurück.

4. Tag: Sonntag: Schon ist der 4. Tag erreicht und somit muß der Koffer verladen werden und nimmt Abschied von Bonn und dem Siebengebirge. Auf der A3 ging es Richtung Frankfurt. Ein Zwischenstopp wurde in Wiesbaden gemacht, die Regierungshauptstadt von Hessen. Wiesbaden ist

auch ein Kurort mit heissen Quellen, Sitz des Bundeskriminalamtes und das Statistischen Bundesamtes. Bei der Führung lernten wir das Opernhaus, den Kurpark, das Stadtschloß mit den Hessischen Landtag und die Altstadt kennen. Nach einer Freizeit ging es Richtung Heimat.

Dies 4 Tage waren teilweise anstrengend bei den Fußmärschen, aber es gab auch viel interessante Themen aus der Vergangenheit in der Geschichte der BRD: