Aktuelle Sozialpolitik
Aktuelle Sozialpolitik des VdK
Hinter uns liegt erneut ein anspruchsvolles Jahr. Viele Menschen erleben eine wachsende Unsicherheit in ihrem Alltag. Weiter steigende Preise für Energie und Lebensmittel, hohe Mieten, zunehmende Pflegekosten und ein Gesundheitssystem, das vielerorts an seine Belastungsgrenzen stößt, prägen den Alltag.
Gleichzeitig erleben wir eine gesellschaftliche Polarisierung, die den sozialen Zusammenhalt gefährdet. Gerade in dieser Situation ist ein starker VdK wichtiger denn je! Während das letzte Jahr politisch und gesellschaftlich von Krisen und Problemen geprägt war, war es für den VdK als Verband ein äußerst erfolgreiches Jahr. Ende 2025 erreichten wir mit knapp 858.000 Mitgliedern alleine in Bayern neue Höchststände. Unser Mitgliederwachstum bleibt ungebremst und ein Ende scheint nicht in Sicht.
Das Engagement unserer ehrenamtlich engagierten Mitglieder ist das Fundament unseres Verbands und die Basis für diese großartige Mitgliederentwicklung. Ein großer Dank gilt daher heute, bei allen die sich für den VdK engagieren – in den Orts- und Kreisvorständen sowie den ergänzenden Ehrenämtern. Ohne diesen Einsatz wäre der Sozialverband VdK nicht das, was er heute ist: eine starke, verlässliche Stimme für soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherheit.
Ein großes Lob gehört unseren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kreisgeschäftsstellen. Tag für Tag sind sie für unsere Mitglieder da und beraten in sozialrechtlichen Angelegenheiten. Und dieser Einsatz rechnet sich für unsere Mitglieder: Die Nachzahlungen, die wir 2025 für unsere Mitglieder erreicht haben, betragen unglaubliche 126,6 Millionen Euro.auch die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Ja, es stimmt: Immer mehr Menschen arbeiten in Teilzeit. Für viele ist das aber keine freiwillige Entscheidung, sondern eine Notwendigkeit – etwa wegen der Betreuung von Kindern, der Pflege von Angehörigen oder aus gesundheitlichen Gründen. Teilzeitarbeit ist für viele also kein „Lifestyle“, sondern Alltag. Die Diskussion um Einschränkungen beim Teilzeitrecht ist kein sinnvoller Beitrag für eine gute Beschäftigungspolitik. Statt strukturelle Probleme wie fehlende Kinderbetreuung oder Pflegeinfrastruktur zu lösen, werden Arbeitnehmer unter Generalverdacht gestellt. Stattdessen brauchen wir mehr Betreuungsplätze und bessere Bedingungen, damit Menschen ohne Hürden wieder in Vollzeit wechseln können. Ebenfalls ist zentral, dass Minijobs zu sozialversicherungspflichtigen Jobs umgewandelt werden und dass generell alle Beschäftigten in Deutschland über ein Versicherungssystem abgesichert werden. Besonders beim Thema Rente wird immer wieder deutlich, dass sich eine große Mehrheit der Deutschen ein gerechteres System wünscht: Mehr als drei Viertel der Befragten (76,6Prozent) sprechen sich laut einer vom VdK in Auftrag gegebenen Umfrage dafür aus, dass künftig alle Erwerbstätigen – auch Beamtinnen, Beamte und Selbstständige – in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Rente für alle – bereits 2019 Motto unserer großen VdK-Kampagne und auch 2026 weiterhin eine unserer ganz zentralen Forderungen!
Dies alles zeigt wieder eindrucksvoll, dass der VdK sich sozialpolitisch einmischt – auf allen politischen Ebenen. Der Sozialverband VdK wird sich weiterhin entschieden für soziale Gerechtigkeit einsetzen – für eine faire Steuerpolitik, eine solidarische Pflege- und Gesundheitsversorgung, gute Arbeit, Inklusion und Teilhabe und eine menschenwürdige Absicherung für alle – im Bund, in den Ländern und in den Kommunen. Gemeinsam werden wir weiter dafür kämpfen, dass Solidarität, Fairness und Menschlichkeit die Leitlinien unserer Gesellschaft bleiben.
Mit unseren vielen Mitgliedern im Rücken kommt niemand mehr an uns vorbei. Der VdK ist gekommen, um zu bleiben.