Kategorie Kreisverband Mühldorf-Altötting

Besichtigung der KZ-Gedenkstätte im Mühldorfer Hart: Ein bewegender Einblick in die Geschichte

Bunkerbogen
© VdK

Am 16. September 2025 machten sich die Haupt- und Ehrenamtlichen des VdK Mühldorf-Altötting zu einer eindrucksvollen Besichtigung der KZ-Gedenkstätte im Mühldorfer Hart auf. Das KZ-Außenlager Mühldorfer Hart wurde 1944 errichtet, um unterirdische Anlagen für die Rüstungsindustrie zu bauen. Während der Führung, die von Herrn Schodlok vom Kreisbildungswerk geleitet wurde, erhielten die Teilnehmenden tiefgehende Einblicke in die Geschichte des ehemaligen Außenlagers des KZ Dachaus und das grausame Schicksal der dort gefangenen Menschen. Besichtigt wurden vor allem der Bunkerbogen zum Projekt „Weingut 1“ und das Waldlager.

Das „Projekt Weingut 1“ war ein Geheimprojekt der Nazis im Rahmen der Rüstungsproduktion. Der Name „Weingut“ war dabei ein Tarnname für den Bau von unterirdischen Anlagen, die als Produktionsstätten für die Rüstungsindustrie genutzt werden sollten. Das Ziel des Projekts war es, in den unterirdischen Bauten strategische Kriegsressourcen wie Flugzeugteile zu produzieren und vor Luftangriffen zu schützen. Der Bunkerbogen, der im Mühldorfer Hart besichtigt wurde, ist ein Teil dieses komplexen Systems.

Das Waldlager war ein Außenlager des KZ Dachau und beherbergte eine Vielzahl von Häftlingen, die aus verschiedenen europäischen Ländern stammten und hauptsächlich jüdisch waren. Sie wurden zur Zwangsarbeit eingesetzt. In dem Lager herrschten katastrophale Lebensbedingungen: Mangelernährung, unzureichende medizinische Versorgung und die ständige Bedrohung durch Misshandlungen und willkürliche Tötungen führten zu unzähligen Todesfällen.

Der Besuch der Gedenkstätte am 16. September 2025 war ein wichtiger Moment des Gedenkens und der Erinnerung. Die Führung durch Herrn Schodlok ermöglichte den Teilnehmenden einen vertieften Einblick in diese düstere Phase unserer Geschichte hier vor Ort, die uns heute noch mahnt, den Schrecken des Nationalsozialismus niemals zu vergessen und uns stets für Menschenrechte und Demokratie einzusetzen.