Bürgergespräch beim VdK – Gemeinsam Barrieren abbauen
Der neue Behindertenbeauftragte der Stadt Waldkraiburg, Thomas Lainer, stellte sich den Fragen der VdK-Mitglieder in der Taverne Korfu. Als zugleich amtierender Seniorenbeirat betonte er seine Offenheit für alle Bürgeranliegen. Eingangs würdigte er die Arbeit seiner Vorgängerin Stephanie Pollmann, die ihm eine detaillierte Übersicht laufender Projekte hinterlassen hatte.
„Nur gemeinsam können wir effektiv sein“, erklärte Christine Graupner, Kinder-, Schul- und Familienreferentin. Sie hob hervor, dass Barrieren nicht nur für Menschen mit Behinderung bestehen: Auch Eltern mit Kinderwagen oder Senioren mit eingeschränkter Mobilität stehen oft vor Herausforderungen.
Wolfgang Mikolajetz, Vorsitzender des VdK-Ortsverbands, unterstrich die Bedeutung professioneller Beratung: „Für Rechtsfragen und aufwendige Anträge haben wir die Experten. Wir vermitteln gerne den Kontakt zum Kreisverband.“ Dies bestätigte Rosina von Roennebeck und ermutigte alle Anwesenden: „Egal, ob Sie als Behindertenbeauftragter, Familienreferentin oder VdK-Mitglied zu uns kommen – wir finden individuelle Lösungen!“
Die Moderation des Nachmittags lag in den Händen von Rudolf Siegmund, stellvertretender Vorsitzender des VdK Waldkraiburg. Geschickt band er die Fragen der Gäste in die Diskussion ein, sodass eine lebendige und praxisnahe Debatte entstand.
Zentrale Themen des Nachmittags
Besonders zwei Schwerpunkte stachen dabei heraus:
Zum einen die Verkehrswege. Viele Anwesende beklagten zu kurze Ampelphasen für gehbehinderte Menschen, schlecht sichtbare Stufenkanten am Rathaus und ungünstige Bordsteinabsenkungen, die das Überqueren der Straße erschweren.
Zum anderen das bürokratische Antragswesen. Hier wurde kritisiert, dass viele Anträge in schwer verständlichem Amtsdeutsch formuliert sind und die digitale Antragstellung für viele eine große Hürde darstellt.
Ein Blick in die Zukunft
Nach gut einer Stunde zog sich eine Expertenrunde zur Sondierung zurück. Dort wurden Schnittmengen besprochen, mögliche Kooperationen ausgelotet und Synergien erkannt. „Wir werden uns öfter treffen und austauschen.“ so alle Experten. Offiziell wurde aber nichts Konkretes preisgegeben – doch eines sickerte durch: Im Sommer könnte es eine groß angelegte gemeinsame Aktion geben.
Auf Nachfrage hielten sich alle Beteiligen bedeckt und ließen nur verlauten: „Lasst euch überraschen!“













