Kategorie Ortsverband Pfaffenhofen an der Ilm

Ein Besuch bei Bayerns „Märchenkönig“

Gemeinsames Gruppenfoto der Reisegruppe vor dem Schloss Herrenchiemsee.
Gemeinsames Gruppenfoto vor dem Schloss Herrenchiemsee. © Michael Eichinger

Gelungener Tagesausflug unseres Ortsverbandes zum Chiemsee 

Das prächtige Neue Schloss von Bayerns König Ludwig der II. auf der Herreninsel im Chiemsee zieht Touristen aus aller Welt in seinen Bann. Nicht umsonst zählt es zum UNESCO-Weltkulturerbe. Am vergangenen Mittwoch, den 17. Juni, hat unser VdK-Ortsverband eine Busreise zum Chiemsee die Insel veranstaltet. Die mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert.

Zu einem gelungenen Tagesausflug gehört ein wenig Glück: Das Wetter war angenehm und noch nicht zu heiß. Nach der Busfahrt, der Schifffahrt von Prien auf die Herreninsel und einer Stärkung im Biergarten des Schlossrestaurants, folgte die Führung im Neuen Schloss, das König Ludwig der II. in den Jahren 1878-1886 erbauen ließ. Bei der Führung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele spannende Informationen zur Person des Königs und seiner Intentionen: Ludwigs großes Vorbild war der französische König Ludwig der XIV. (1638-1715), der noch absolutistisch als König von Gottesgnaden und ohne Beschränkungen durch ein Parlament regieren konnte. Dessen Schloss Versailles diente dem bayerischen König als Inspiration für sein Schloss auf Herrenchiemsee. 

Trotz seiner Pracht war es von Ludwig dem II., dem bayerischen Märchenkönig, nicht zur politischen Repräsentanz und für große Empfänge, sondern als privater Rückzugsort in seine Traumwelt längst vergangener Zeiten gedacht. Für den Bau beauftragte der hochgebildete Kunstkenner die besten Architekten, Bühnenmacher, Handwerker und Techniker und überwachte immer wieder selbst den Baufortschritt. Ludwig, der gerne Industrieausstellungen besuchte, ließ modernste Technik seiner Zeit einbauen. Die Arbeiten wurden in drei Acht-Stunden-Schichten ausgeführt.

Für die Arbeiter hatte der König eine soziale Absicherung für Unglücksfälle einrichten lassen. Durch seine Aufträge wurde das bayerische Kunsthandwerk, das wahre Meisterwerke wie die Stuckmarmor-Arbeiten in florentinischer Scagliola-Technik im Treppenhaus schuf, kräftig gefördert. Allerdings musste der Schlossbau zuletzt wegen seiner hohen Kosten eingestellt werden und blieb unvollendet. 

Nach der Besichtigung gab es noch genügend Zeit, die Schönheiten der Insel zu genießen und sich im Gespräch auszutauschen. Zitieren wir eine Reiseteilnehmerin, die in einem Mail an unsere VdK-Geschäftsstelle schrieb: „Vielen Dank für die gute Organisation, hat alles prima geklappt. Und die „Begrüßung“ mit Breze und Co. war ein netter Einstieg. Busfahrt, Schifferlfahren, malerischer Biergarten mit einwandfreiem Essen und sehr fleißigem Service bis zur Schloss-Besichtigung und anschließender Rückfahrt… Hut ab, gut ausgewählt.“