Gemeinsam helfen, gemeinsam lernen – VdK unterstützt Benefizessen der Hospizinsel
Miteinander statt nebeneinander – unter diesem Gedanken folgte der VdK Ortsverband Waldkraiburg gerne dem Aufruf der Hospizinsel zum Benefizessen auf dem Waldkraiburger Volksfest.
Auf Initiative der Frauenbeauftragten Ani Pitsch organisierte sich kurzerhand eine kleine Gruppe aus dem Spielenachmittag sowie der Vorstandschaft. Gemeinsam mit Michaela Kirchmeier, Ani Pitsch, Jürgen Zabelt und drei weiteren VdK-Mitgliedern – selbstverständlich ganz inklusiv, mit Rollstuhl oder zu Fuß – wurde die Aktion unterstützt.
Die Resonanz konnte sich sehen lassen: Über 1.500 Euro kamen für die Hospizinsel zusammen. Noch wertvoller waren jedoch die vielen Begegnungen, die neuen Kontakte und die Gespräche, aus denen Ideen für weitere Zusammenarbeit entstanden. Genau dort zeigt sich, was den VdK ausmacht: Teilhabe ermöglichen, füreinander da sein, zuhören und dort helfen, wo Unterstützung gebraucht wird.
Solche Begegnungen bieten auch die Chance, Anliegen von Menschen mit Behinderung direkt anzusprechen. So nutzte Jürgen Zabelt die Gelegenheit, gemeinsam mit Bürgermeister Emil Kirchmeier, Volksfestwirt Sebastian Mayerhofer, Ordnungsamtsleiter Moritz Althammer und der VdK-Frauenbeauftragten Ani Pitsch die Situation rund um das Behinderten-WC auf dem Volksfest zu besprechen.
Dabei wurde deutlich, dass die von Betroffenen geäußerte Kritik berechtigt war. Ein barrierefreies WC sollte möglichst gut erreichbar sein und über einen festen, für Rollstühle und Rollatoren geeigneten Weg verfügen. Die Verantwortlichen erklärten offen, dass der ungünstige Standort erst nach dem Aufbau erkannt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war ein Austausch der Container leider nicht mehr möglich.
Umso wichtiger war die gemeinsame Reaktion: Die Verantwortlichen entschuldigten sich bei den betroffenen Besucherinnen und Besuchern und sagten zu, dieses Thema bei der Planung des nächsten Volksfestes von Anfang an besonders im Blick zu haben. Für den VdK ist genau das gelebte Inklusion – Probleme offen ansprechen, gemeinsam nach Lösungen suchen und aus Erfahrungen lernen.
Ani Pitsch, Michaela Kirchmeier und Jürgen Zabelt waren sich einig: Wo Menschen engagiert arbeiten, können Fehler passieren. Entscheidend ist nicht, dass ein Fehler geschieht, sondern wie man miteinander damit umgeht. Wer zuhört, Verständnis zeigt und gemeinsam nach Verbesserungen sucht, schafft Vertrauen – und genau daraus entsteht das so wichtige "Wir".
Der VdK Waldkraiburg bedankt sich herzlich bei der Hospizinsel für die Einladung, bei allen Beteiligten für die offenen Gespräche und bei den vielen Besucherinnen und Besuchern, die mit ihrer Unterstützung gezeigt haben: Gemeinschaft, Respekt und gegenseitige Wertschätzung sind die stärksten Brücken zu einer inklusiven Gesellschaft.




