Kategorie Ortsverband Waldkraiburg

Mut zum Handeln kann Leben retten

Anja Großmann und Dominik Szilagyi vom BRK Waldkraiburg erklären den beidseitigen Händedruck
Anja Großmann und Dominik Szilagyi vom BRK Waldkraiburg erklären den beidseitigen Händedruck © Jürgen Zabelt

BRK-Team informiert beim VdK-Nachmittag über Herzinfarkt und Schlaganfall

Der Nebenraum der Taverne Korfu war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Anja Großmann und Dominik Szilagyi vom BRK Waldkraiburg zu Gast beim VdK-Nachmittag waren. Ihr Thema: „Herzinfarkt und Schlaganfall – Erkennen und richtig handeln.“

Mit eindrucksvollen Beispielen aus der Praxis machten die beiden Sanitäter deutlich, wie entscheidend jede Minute im Notfall ist – und dass Zögern gefährlich sein kann. „Nichts zu tun ist auch eine Entscheidung – aber leider die falsche“, betonten sie unisono. Wer sich unsicher ist, solle immer den Notruf 112 wählen: „Ihr bekommt sofort Hilfe – und keine Sorge, das kostet nichts, selbst wenn sich der Verdacht nicht bestätigt.“

So erkennen Laien einen Schlaganfall

Mit dem einfachen FAST-Test kann jeder schnell prüfen, ob Gefahr besteht:

  • Face (Gesicht): Bitten Sie die betroffene Person zu lächeln – hängt ein Mundwinkel, ist das ein Warnsignal.
  • Arms (Arme): Beide Arme heben – sinkt einer ab, zählt jede Sekunde.
  • Speech (Sprache): Einen Satz nachsprechen lassen – bei verwaschener Sprache sofort den Notruf 112 wählen.

Wichtig: Betroffene niemals selbst ins Krankenhaus fahren!

Anzeichen für einen Herzinfarkt

Auch beim Herzinfarkt zählt jede Minute. Typische Symptome sind starke Schmerzen oder ein Engegefühl in der Brust, die in Arme, Rücken, Schulter oder Kiefer ausstrahlen können, sowie Atemnot, kalter Schweiß, Übelkeit und Angst.
Die Experten raten: Sofort den Notruf wählen, den Oberkörper leicht erhöhen, beengende Kleidung lockern – und die Person nicht allein lassen.

Die lebendigen Schilderungen führten zu regen Diskussionen und persönlichen Berichten aus dem Publikum. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen oder eigene Erfahrungen einzubringen – ein Nachmittag voller Erkenntnisse, Praxisnähe und Menschlichkeit.

Zum Abschluss bedankte sich Organisatorin Ani Pitsch herzlich bei den BRK-Gästen und den engagierten Teilnehmern:
„Es ist schön zu sehen, wie wir zusammenkommen, voneinander lernen und uns gegenseitig helfen.“