Kategorie Ortsverband Waldkraiburg

Solidarität, die man spürt – der 1. Mai in Waldkraiburg

VdK Waldkraiburg
VdK Waldkraiburg © Jürgen Zabelt

Seit vielen Jahren ist es für den VdK Waldkraiburg selbstverständlich, am solidarischen 1. Mai teilzunehmen – beim Marsch ebenso wie bei der anschließenden Kundgebung. Auch in diesem Jahr waren wir wieder mit dabei – und erlebten einen Tag, der neue Akzente setzte und gleichzeitig deutlich machte, worauf es wirklich ankommt: Zusammenhalt.

Die Veranstalter des Deutscher Gewerkschaftsbund (DGBkurz fürDeutscher Gewerkschaftsbund) wagten in diesem Jahr bewusst neue Wege. Zum ersten Mal sorgten die Sambatrommler des Förderzentrums unter der Leitung von Franz Nadler für mitreißende Rhythmen – ein Auftakt, der sofort Stimmung und Gemeinschaftsgefühl entstehen ließ.

Am Kundgebungsort wartete ein kleines Familienfest mit Getränken, Gegrilltem und sogar „Hau den Lukas“. Wobei sich durchaus die Frage stellte: Wer ist eigentlich dieser „Lukas“? Steht er sinnbildlich für ungerechte Arbeitgeber, für gesellschaftliche Schieflagen – oder für ein System, das Reichtum belohnt und gleichzeitig die Schwächeren immer weiter an den Rand drängt? Die Antwort blieb offen, doch die Gedanken dazu waren spürbar präsent.

Auch der VdK Waldkraiburg war stark vertreten: Wolfgang Mikolajetz, Ani Pitsch, Christina Müller, Michaela Kirchmeier, Bernd Wegmann, Peter Schmid-Rannetsperger und Jürgen Zabelt zeigten gemeinsam Präsenz. Wie unser Vorsitzender treffend formulierte: Genau das sind unsere Themen – solidarisch, gerecht, inklusiv, teilhabend und familienfreundlich.

Entsprechend groß war der Applaus – auch von Seiten des VdK – als Martin Sterz und Richard Fischer mehr Gerechtigkeit und eine faire Beteiligung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Gewinn der Unternehmen forderten.

Ihre Reden waren klar, pointiert und gingen unter die Haut. Immer wieder brandete Beifall auf. Die Botschaften waren deutlich und ließen keinen Zweifel daran, worum es geht:

  • Wir akzeptieren Ungerechtigkeit nicht länger als Normalzustand.
  • Wer Missstände anspricht, ist kein Störenfried – sondern Motor des Fortschritts.
  • Gute Arbeitsbedingungen sind kein Wunsch, sondern ein Recht.
  • Wir lassen uns nicht spalten – denn Spaltung sichert Macht, Solidarität schafft Zukunft.
  • Demokratie endet nicht am Werkstor. Mitbestimmung zu schützen heißt, Demokratie zu schützen.
  • Wir gestalten unsere Zukunft gemeinsam – nicht die Konzerne allein.
  • Wir stehen füreinander ein. Weil es richtig ist. Weil es notwendig ist. Weil es uns alle betrifft.
  • Und vor allem: Wir geben nicht auf.

Es war spürbar: Diese „Revolution“ ist keine der Lautstärke, sondern eine der Würde.

Der abschließende Appell brachte es auf den Punkt:
Lasst uns diesen Weg weitergehen – mit Mut, mit Herz und mit Solidarität. Für mehr Gerechtigkeit. Für eine Zukunft, die uns allen gehört.

Deutlich wurde an diesem Tag auch: Sozialverband VdK Deutschland und DGBkurz fürDeutscher Gewerkschaftsbund sind keine Konkurrenten – im Gegenteil. Während sich die Gewerkschaften vor allem für die Belange der Beschäftigten einsetzen, deckt der VdK ein noch breiteres Spektrum ab: von Alleinerziehenden über Singlehaushalte bis hin zu pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen. Zwei starke Partner – mit einem gemeinsamen Ziel: eine gerechtere Gesellschaft.

Oder, frei nach dem Motto:
Wer etwas bewegen will, findet Wege. Wer es nicht will, findet Gründe.