Kategorie Ortsverband Freilassing

Teilnahme des VDK Freilassing am Volkstrauertag 16.11.2025

Volkstrauertag Stadt Freilassing 16.11.2025
Volkstrauertag Stadt Freilassing 16.11.2025 © Schweiger

Zum Volkstrauertag am 16.11.2025 war unser Ortsverband wieder mit zahlreichen Mitglieder bei den Gedenkfeierlichkeiten und den Kranzniederlegungen vertreten:  in Freilassing u. a. Verbandsvorsitzender Peter Zeuner, in  Laufen u.a.  Anton Surrer ) und in Saaldorf-Surheim Peter Butzhammer und Hannerl Kowatschewitsch.

Vor den Kriegerdenkmälern in den Gemeinden erinnerten die Vertreter von Gemeinden und Kirchen an die Gefallenen und Opfer der beiden vergangenen Kriege. Erinnert wurde auch an das große Leid, das durch Zerstörung und Vertreibung entstanden war. Die Kranzniederlegung ist ein symbolischer Akt an alle Verstorbenen zu gedenken,  die durch Krieg, Terror und Gewalt ihr Leben verloren haben. Die aktuelle weltpolitische Lage mit den Krisenherden wie den Krieg in der Ukraine, im Gazastreifen und Sudan, aber auch die terroristischen Attentate zeigen, dass Frieden und Freiheit nicht mehr selbstverständlich sind. Umso mehr ist es wichtig, an diesem Tag an die schrecklichen Geschehnisse der Vergangenheit zu erinnern. Es liegt in der Verantwortung der Politik, aber auch von jedem Einzelnen, die Demokratie zu schützen und zu bewahren, das Volk zu einen und für Frieden einzustehen.

In Laufen richtete Stiftsdekan Simon Eibl angesichts der zahlreichen Krisenherde besonders eindringliche Worte an die Anwesenden. Besorgniserregend ist für ihn die zunehmende Kriegsrhetorik, wonach Frieden nur mit Einsatz von Waffen möglich sei und Parolen „Frieden schaffen ohne Waffen“ als weltfremd gelten.  Für ihn besteht zudem eine große Gefahr für die Menschheit, in dem ein Krieg gegen die Natur geführt wird. Unser Vorstandsmitglied Eva-Maria Huber äußerte als Vertreterin des VDK in Laufen die erkennbare Bereitschaft für die Bewahrung des Friedens und den Erhalt der Liebe füreinander.

In Freilassing gestalteten die katholischen und evangelischen Kirchenvertreter Stadtpfarrer Lucjan Banko , Diakon Ulrich Portisch und Lektor Roland Sturm den Gottesdienst in der Marienkirche und trugen gemeinsam Gebete und Fürbitten vor. Diakon Portisch zeigte Besorgnis über die zusehende Entfremdung der Menschen von den Glaubensinhalten und erinnerte daran, dass die gesamte Schöpfung in das Gesetz Gottes eingebettet ist. Beeindruckend war die von dem Chor der Singgemeinschaft Freilassing aufgeführte vierstimmige Kompositionen der Katschtaler Messen und der Psalmenvertonung „Herr, deine Güte reicht so weit“. Am Kriegerdenkmal gedachte Bürgermeister Hiebl an die Verstorbenen der Kriege und erinnerte an die 70 Menschen, die allein in Freilassing in nur einer Bombennacht getötet wurden. Er zitierte einen Philosophen „Wer sich der Geschichte nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“. Dieser Volkstrauertag ist ein gemeinsames Gedenken zu gegenseitigem Respekt, Frieden und Versöhnung. Unser Ortsverbandsvorsitzender Peter-Armin- Zeuner gedachte an die Opfer von Gewalt und Krieg und betonte, dass Frieden immer oberstes Gebot sein muss. Jeder ist gefordert, immer wieder nach Kompromissen zu suchen statt Streit, ob in der Familie oder gegenüber seinen Mitbürgern. Bei Kriegen gibt es nur Verlierer. Gegen die Aggressoren unserer Zeit und Gruppierungen, die unsere Demokratie und Lebensart zerstören wollen, hilft nur gemeinsam zusammenstehen und füreinander da zu sein, wie es auch der VDK mit bestem Beispiel zeigt.

Bürgermeister Buchwinkler von der Gemeinde Saaldorf-Surheim trug in seiner Rede vor, dass der Volkstrauertag kein Tag der Vergangenheit, sondern ein Tag der Verantwortung ist. Die vielen Bilder von Menschen auf der Flucht, Terror und Hass machen betroffen. Frieden und Freiheit sind für ihn nicht selbstverständlich und das Vergessen ist ein Schritt in Richtung Gleichgültigkeit. Er mahnte, die Stimme zu erheben wo Unrecht geschieht. Mahnende Worte fand auch 2. Bürgermeister Maximilian Lederer. Der Volkstrauertag sei Anlass, dass wir alle für Freiheit, Frieden und Freundschaft einstehen sollten. Das Erinnern bewahre davor, das Geschehene zu verdrängen und zu vergessen. Es sei ein Vermächtnis derer, die ihr Leben verloren haben. Gemeinsam sollten Werte wie Demokratie, Freiheit und friedliches Zusammenleben bewahrt werden. Er gedachte an die 2000 Soldaten der Bundeswehr, die sich derzeit im Auslandseinsatz befinden um den Menschen dort zu einem Leben in Freiheit und Frieden zu verhelfen.