Tagesausflug am 04.07.2026 nach Mittenwald und Garmisch-Partenkirchen

„Bei schönstem Reisewetter unternahm der VdK-OV Kolbermoor am Samstag, den 4. Juli 2026 seinen Sommertagesausflug. Nach dem Zustieg der Fahrgäste verließen wir mit dem Bus Kolbermoor in Richtung unseres ersten Reiseziels, Mittenwald und das dortige Geigenbaumuseum. Über den Irschenberg, Miesbach und Bad Tölz brachte uns der Bus sicher nach Kochel am See. Am Denkmal für den wohl bekanntesten Bürger Kochels neben dem deutschen Maler und Grafiker, Franz Marc, dem „Schmied von Kochel“, einem sagenumwobenen Freiheitskämpfer aus der bayerischen Geschichte, der vor allem in Oberbayern als Volksheld verehrt wird. Er soll einer der Anführer des Bauernaufstandes gewesen sein, der in der Sendlinger Mordweihnacht (1705) gipfelte.
Von Kochel am See aus fuhren wir auf der, besonders bei Motorradfahrern beliebten, kurvenreichen Kesselbergstrasse hinauf zum Walchensee. Bei der Bergfahrt mit dem Bus boten sich uns wunderbare Ausblicke auf den Kochelsee und die umgebende Bergwelt. Entlang des Walchensees, mit seinen traumhaft schönen Panoramen, führte die Reise in Richtung Mittenwald durch malerische Dörfer wie Wallgau und Krün. Die bekannteste Bürgerin von Wallgau, Magdalena Neuner, mehrfache Olympiasiegerin 2010 und vielfache Gewinnerin des Biathlonweltcups, ist uns zwar nicht über den Weg gelaufen. Dafür konnten wir auf der Fahrtroute zahlreiche Häuser mit ihren geschmackvollen und für die Region bezeichnenden Lüftlmalereien anschauen. Die Bergwelt des Karwendelgebirges, die Wettersteinwand und der Hohe Kranzberg zeigten sich in Ihrer einzigartigen Schönheit. Weiß-blauer Himmel begleitete uns den ganzen Tag.
In Mittenwald angekommen besuchten wir das bekannte Geigenbaumuseum. Das besondere Museum wurde 1930 gegründet und ist seit 1960 in einem der schönsten und ältesten Häuser in Mittenwald, dem „Boinhausgass“ in der Ballenhausgasse untergebracht. Die Ausstellung zeigt das Geigenbauhandwerk und seine mittlerweile über dreihundertjährige Entwicklung, verknüpft mit der Ortsgeschichte.
Der Schwerpunkt der hochwertigen und umfangreichen Instrumentensammlung liegt auf dem barocken Mittenwalder Geigenbau. Es wurden aber auch das 19. und 20. Jahrhundert bis zu den Werkstätten der Gegenwart präsentiert. Hör- und Riechproben, historische Filme zum Thema Geigenbau, die historische Schauwerkstatt machten den Besuch abwechslungsreich. Zu sehen sind unter anderem Instrumente von Matthias Klotz, der als Begründer des Geigenbaus in Mittenwald gilt.
Nach dem Museumsbesuch spazierten wir vorbei an der Kirche St. Peter und Paul über die Fußgängerzone am Obermarkt zur, für unsere Gruppe reservierten, „Brauereigaststätte Postkeller“. Gestärkt bestiegen wir dann gegen 14:00 Uhr wieder unseren Bus. Fritz, unser Busfahrer, brachte uns dann von Mittenwald aus vorbei an der Wettersteinwand, dem Wettersteingebirge und der Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands, nach Garmisch-Partenkirchen. Kurz vor Garmisch-Partenkirchen konnten wir einen Blick auf die große Sprungschanze am „Gudiberg“ werfen. Die Schanze wurde in den Jahren 1934 bis 1936, ursprünglich für die Olympischen Spiele 1940 gebaut. Diese Spiele und die folgenden Olympischen Spiele 1944 konnten aufgrund der tragischen Folgen des 2. Weltkrieges nicht stattfinden. Die schrecklichen Gründe hierfür sollten eigentlich jedem von uns bekannt sein.
Als bekannteste Veranstaltung findet auf der großen Sprungschanze in Garmisch-Partenkirchen jedes Jahr, seit 01.01.1953, am Neujahrstag das „Neujahrsspringen“ im Rahmen der internationalen „Vierschanzentournee“ statt.
Duch den Ortskern von Garmisch-Partenkirchen brachte uns Fritz nach der eindrucksvollen Fahrt entlang des Wettersteingebirges und der Zugspitze zu unserem Nachmittagskaffee in die „Elchs Almhütte“. Warum die Lokalität als zweiten Namen auch den Namen „Windbeutelalm“ trägt, konnte sich der Teil unserer Mitfahrer, die sich einen der vielen verschiedenen Windbeutel bestellten, dann nachvollziehen. Von unseren Plätzen auf der Terrasse hatten wir einen imponierenden Blick auf die Zugspitze und die Alpspitze.
Nach der ausgiebigen Kaffeepause brachte uns Fritz mit seinem Bus über Penzberg und Bad Tölz wieder zurück nach Kolbermoor.“
© VdK-OV Kolbermoor - Michael Zeisler





