Bericht zur Jahreshauptversammlung 2026
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Wenn Zusammenhalt spürbar wird: VdK Büchlberg blickt auf ein engagiertes Jahr zurück
VdK Büchlberg zieht Bilanz – Gemeinschaft und soziales Engagement im Mittelpunkt
Trotz strahlenden Frühlingswetters zog es kürzlich viele Mitglieder des VdK-Ortsverbandes Büchlberg ins Hotel Binder. Der Saal füllte sich schnell – ein deutliches Zeichen dafür, wie fest der Sozialverband im Gemeindeleben verankert ist und wie groß die Verbundenheit unter den Mitgliedern nach wie vor ist.
Noch bevor der offizielle Teil begann, war spürbar: Hier treffen Menschen zusammen, die mehr verbindet als eine Mitgliedschaft. Vorsitzender Günther Körner griff diese Atmosphäre auf und leitete den Nachmittag ein – ruhig, zugewandt und mit dem Blick auf ein arbeitsreiches Vereinsjahr. Sein Dank galt vor allem der Vorstandschaft, die mit Verlässlichkeit, Einsatzbereitschaft und viel persönlichem Engagement dafür sorgte, dass Hilfe und Gemeinschaft im Ortsverband lebendig bleiben. Ohne dieses ehrenamtliche Fundament, so Körner, wäre vieles schlicht nicht möglich.
Ein stiller Moment zu Beginn erinnerte an die drei Mitglieder, die im vergangenen Jahr verstorben sind. Die Schweigeminute machte deutlich, dass der VdK weit mehr ist als eine Interessenvertretung – nämlich eine Gemeinschaft, die füreinander da ist, auch über das Leben hinaus.
Inhaltlich setzte der Nachmittag anschließend einen starken Akzent. Paul Ilg sprach zum Thema Demenz und fand dabei Worte, die berührten und nachwirkten. Offen schilderte er seine persönlichen Erfahrungen mit der Erkrankung seiner Ehefrau und verband medizinische Informationen mit menschlicher Nähe. Sachlich, aber eindringlich mahnte er einen realistischen Umgang mit Berichten über neue Medikamente an und betonte die Bedeutung professioneller Hilfsangebote. Prävention beginne im Alltag, so Ilg – mit Bewegung, geistiger Aktivität und vor allem mit sozialen Kontakten. Sein Appell, Menschen mit Demenz mit Respekt, Geduld und Würde zu begegnen, hinterließ spürbaren Eindruck im Saal.
Dass diese Themen nicht nur den Verein, sondern die gesamte Gemeinde betreffen, unterstrich der Besuch von 3. Bürgermeister Franz Eibl. In seinem Grußwort würdigte er den VdK als unverzichtbaren Teil des sozialen Netzes in Büchlberg. Gerade in finanziell und politisch herausfordernden Zeiten, so Eibl, dürfe der Blick auf jene nicht verloren gehen, die Unterstützung am dringendsten benötigen. Der VdK leiste hier mit großem ehrenamtlichem Einsatz einen Beitrag, der weit über Zahlen hinausgehe.
Wie vielfältig dieser Einsatz im Alltag aussieht, wurde im Jahresrückblick deutlich. Schriftführer Christian Daitche zeichnete das Bild eines aktiven Ortsverbandes mit derzeit 283 Mitgliedern. Sein Dank galt zunächst seiner Vorgängerin Maria Maier für die sorgfältige Übergabe. Besonders hob er die zahlreichen Geburtstags- und Krankenbesuche hervor – kleine Gesten mit großer Wirkung, die zeigen, dass beim VdK der Mensch im Mittelpunkt steht. Als Höhepunkt des Vereinsjahres nannte er den gemeinsamen Ausflug nach Krems, der nicht nur gut besucht war, sondern den Gemeinschaftssinn weiter stärkte.
Neben persönlichen Begegnungen entwickelte sich auch die Organisation stetig weiter. Anpassungen bei Geschenkgutscheinen, der verstärkte Einsatz digitaler Informationswege über die MuniApp und die Vereinshomepage sowie weiterhin das Amtsblatt sorgen dafür, dass alle Mitglieder gut erreicht werden. Adventsfeier und erfolgreiche Spendensammlungen rundeten das Jahr ab und machten es möglich, sowohl örtliche Vereine als auch bedürftige Mitmenschen zu unterstützen.
Transparenz zeigte sich auch im Kassenbericht von Sepp Weiß. Er stellte Einnahmen und Ausgaben offen dar und erläuterte die Abgaben an Kreis- und Landesverband. Diese Mittel fließen in zahlreiche soziale Einrichtungen und Projekte – von Behindertenwerkstätten über Fachkliniken bis hin zu Unterstützungsangeboten für pflegende Angehörige und Menschen in besonderen Lebenslagen.
Zum Abschluss warb Günther Körner nochmals für den regelmäßigen Stammtisch als Ort des Austauschs und der Begegnung. Mit einem herzlichen Dank an alle Engagierten – besonders an jene, die oft im Hintergrund wirken – schloss er die Versammlung offiziell. Der Austausch jedoch setzte sich fort.
Viele Mitglieder verließen den Saal nachdenklich und bewegt. Es war eine Zusammenkunft, die nicht nur informierte, sondern einmal mehr zeigte, wofür der VdK Büchlberg steht: für gelebte Solidarität, Aufmerksamkeit füreinander und ein starkes menschliches Miteinander.
Text und Bilder von Helga Wiedenbein (PNP)
