Fest der Vielfalt OV Hofkirchen - Stärkung für ein inklusives Miteinander
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„Fest der Vielfalt“ am Sportplatzgelände in Hofkirchen – Austausch, Begegnung und sportlicher Wettbewerb
Hofkirchen. „Gemeinsam stark – für ein inklusives Miteinander“, so lautete das einladende Motto am vergangenen Samstag beim „Fest der Vielfalt“ auf dem Sportplatzgelände in Hofkirchen. Wie dieser Leitsatz bereits erahnen lässt, standen bei dieser Aktion Werte wie Inklusion, Teilhabe, Begegnung, menschliche Wertschätzung und sportliches Miteinander im Fokus. Neben verschiedenen Mitmachaktionen für Groß und Klein, einem Informations- und Beratungsstand des VdK Hofkirchen, stand die Handicap- beziehungsweise Inklusions-Mannschaft des SV Hofkirchen im Mittelpunkt.
„Bei uns machen alle mit – dieser Wunsch beschreibt sehr treffend den Begriff Inklusion, der bei diesem Fest gelebt wird“, erzählt Willi Wagenpfeil, Orts- und Kreisvorsitzender des VdK. „Unabhängig vom Alter, von der Herkunft, vom Geschlecht, deren Kultur, sollen Menschen mit und ohne Behinderung Gemeinschaft erleben und das Gefühl verspüren: ich gehöre dazu“, erklärt Wagenpfeil weiter. Diese einleitenden Gedanken verkörpert in Hofkirchen die Handicap-Mannschaft des örtlichen Sportvereins. „Dort wird seit vielen Jahren Inklusion vorbildlich gelebt“, freut sich der Hofkirchner Altbürgermeister.
Um dieses Engagement zu würdigen, übernahm Andrea Knott, Geschäftsführerin des VdK-Kreisverbandes Vilshofen, gerne die Schirmherrschaft für die Veranstaltung in Hofkirchen. Unterstützung fand das Fest der Vielfalt zudem durch den katholischen Frauenbund, den DJK-Jugendförderverein, den Sportverein, von der Freiwilligen Feuerwehr, der Sparkasse Passau, der VR Bank Vilshofen-Pocking und der Gemeinde Hofkirchen. Der Sozialverband VdK informierte zudem begleitend zur Veranstaltung über die Arbeit des Verbandes und die damit verbundenen Hilfsmöglichkeiten in allen sozialen Angelegenheiten und Rechtsfragen.
„Inklusion in der Gesellschaft und damit auch im Sport ist ein wichtiges Thema“, berichteten die Verantwortlichen des SV Hofkirchen. Inklusion im sportlichen Sinn bedeutet dabei, dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam und ohne Ausgrenzung miteinander Sport treiben. Sport und in diesem Fall der Fußball sind somit ein wichtiger Teil von Inklusion und Teilhabe. „Mit der Gründung einer Inklusionsmannschaft wurde und wird das Ziel verfolgt, eine vielfältige und einladende Sportlandschaft zu schaffen, in der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben und ihre sportlichen Interessen verfolgen können“, so Betreuer Wolfgang Bartl.
Dieses Ziel beziehungsweise besser gesagt diese Idee unterstützt und fördert der Sportverein Hofkirchen seit vielen Jahren mit einer eigenen inklusiven Handicap-Mannschaft – einer von nur zwei im gesamten Fußballkreis Niederbayern Ost. Das Team setzt sich dabei aus Menschen mit Handicap aus Hofkirchen und Umgebung, Bewohnern der Lebenshilfe Vilshofen und Spielern ohne Handicap zusammen. Lizenztrainer Wolfgang Bartl steht der Fußballmannschaft dabei als Betreuer mit Rat und Tat zur Seite. Regelmäßig am Samstag von 10:30 bis 11:30 Uhr treffen sich die Spielerinnen und Spieler zum Kicken auf dem örtlichen Fußballplatz.
Neben der sportlichen Betätigung soll aber auch die Gemeinschaft und gesellschaftliche Kompetenzen gefördert werden. Gemeinsame Ausflüge, wie zum Beispiel ins Fußballstadion nach Nürnberg, in den bayerischen Landtag oder die Teilnahme an diesem jährlichen Fest prägten die Inklusionsarbeit. „Meine Mannschaft ist Teil des SV Hofkirchen. Und das nun schon seit mittlerweile zehn Jahren“, freut sich der Lizenztrainer. „Aus einer mutigen Idee hat sich ein tolles Langzeitprojekt entwickelt. Ich bin stolz auf meine Mädels und Jungs“, so das abschließende positive Fazit von Wolfgang Bartl.
Beim Fest der Vielfalt freuten sich die aktiven Spielerinnen und Spieler auf das mit Spannung erwartete Fußball-Match. Bei bestem „Fritz-Walter-Wetter“ standen zwei inklusive Teams auf dem Fußballplatz. Nach einer Spielzeit von insgesamt zweimal 20 Minuten endete das Kleinfeldspiel mit einem torreichen und gerechten 7 zu 7. Am Ende des Spiels kamen die Spieler beider Mannschaften in einem gemeinsamen Spielerkreis zusammen und stimmten ihren „Schlachtruf“ an.
Nach dem sportlichen Wettbewerb versammelten sich Spieler und Zuschauer im SVH-Stadl. Dort wartete bereits ein breites Mittagsbuffet als wohlverdiente Stärkung auf die aktiven Kicker. Bürgermeister Josef Kufner würdigte in seinem Grußwort das Engagement der Spieler und des Betreuer-Teams. „Ihr leistet einen wertvollen und wichtigen Beitrag für gelebte Inklusion und gesellschaftliches Miteinander“, so die dankbare Botschaft des Ersten Bürgermeisters. Große Freude gab es auch bei der abschließenden Siegerehrung. Jede Spielerin und jeder Spieler erhielt als Anerkennung und zur Erinnerung eine Sieger-Medaille um den Hals gehängt.

