Franz Wagner bleibt Chef des VdK-Ortsverbandes Gotteszell-Achslach
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Franz Wagner bleibt Chef des
VdK-Ortsverbandes Gotteszell-Achslach
Achslach/Lindenau. Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde in das Gasthaus Kraus nach Lindenau eingeladen. Dieser Einladung sind viele Mitglieder gefolgt und wurden vom 1. Vorsitzenden Franz Wagner recht herzlich willkommen geheißen. Ein besonderer Gruß erging an den 1. Bürgermeister von Gotteszell, Josef Saller und den 2.Bürgermeister sowie Behindertenbeauftragten der Gde. Gotteszell, Walter Kilger, an die 2. Bürgermeisterin der Gemeinde Achslach, Frau Nicole Meinzinger sowie an den VdK-Kreisgeschäftsführer und Behindertenbeauftragten des LKR Regen, Herrn Helmut Plenk. Auch unter den Ehrengästen war VdK-Kreisvorstandsmitglied Petra Englmeier.
Foto: Jessie Haimerl:
Josef Saller, Martin Peter, Robert Liebl Josef Esterl, Rudolf Jacke, Franz Wagner, Ludwig Aigner, Walter Kilger, Petra Englmeier, Mathilde Michl, Hannelore Aigner, Nicole Meinzinger, Nikolaus Hönig, Christl Knoll, Heidi Kronschnabl, Helmut Plenk
Bevor dann von den Ehrengästen die Grußworte folgten, erinnerte Wagner an die verstorbenen Mitglieder und bat um eine Schweigeminute um ihrer zu gedenken. Josef Saller und Nicole Meinzinger lobten das soziale Engagement des Sozialverbandes VdK und stellten auch die Wichtigkeit einer sozialen Institution wie den Sozialverband VdK in den Vordergrund und wünschte dem Vorstandsteam für die Zukunft alles Gute. Auch VdK-Geschäftsführer Helmut Plenk blies ins selbe Horn und stellte die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden ins Rampenlicht. Die 2. Bürgermeisterin von Achslach, Frau Nicole Meinzinger konnte als VdK-Mitglied gleich nach dem Grußwort gewonnen werden. Selbstverständlich, so ihre Worte, unterstütze ich so eine aktive Institution wie den VdK, was Plenk sichtlich freute. Er zeigte sich über die große Beteiligung sehr erfreut und dankte der OV-Vorstandschaft für die ehrenamtliche Arbeit im Dienste des Sozialverbandes VdK zum Wohle vieler bedürftiger Menschen. Nach den Berichten der Vorstandschaft samt Kassenbericht übernahm Plenk den nächsten TOP, nämlich die Neuwahlen. Zuvor dankte er noch der gesamten Vorstandschaft für die geleistete hervorragende ehrenamtliche Arbeit. Die gute Kassenführung wurde von Seiten der Buchhaltung des Kreisverbandes Arberland sehr gelobt.
Da es zum Kassenbericht und dem Bericht des Vorsitzenden keine Einwände gab, wurde die bisherige Vorstandschaft einstimmig entlastet.
Bei den Neuwahlen fungierte Helmut Plenk als Wahlleiter, Nicole Meinzinger und Josef Saller als Beisitzer. Die Wahl wurde per Akklamation durchgeführt und alle vorgeschlagenen Kandidaten wurden einstimmig gewählt.
1. Vorsitzender: Franz Wagner
Stellv. Vorsitzende Rolf Jacke
Kassier: Martin Peter
Schriftführer: Mathilde Michl
Vertreterinnen der Frauen: Mathilde Michl
Beisitzer: Robert Liebl
Josef Esterl
Ludwig Aigner
Hannelore Aigner
Christl Knoll
Nikolaus Hönig
Heidi Kronschnabl
Franz Batzer
Danach begann der Betreuungsabschnitt der Versammlung durch Helmut Plenk, der über das Thema: Pflege, sowie die Patientenverfügung in Verbindung mit der Notfallmappe des LKR Regen sehr ausführlich referierte. Der Sozialexperte wartete mit vielen Zahlen auf, die zeigten, dass bei 80 Millionen Einwohnern in Deutschland rund 7,8 Millionen schwer behindert mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent sind. Im Landkreis Regen liege der Anteil noch höher und betrage über zehn Prozent der Landkreisbevölkerung. Das gebe Anlass zum Handeln. Der Referent wies darauf hin, dass jede Behinderungsart einen anderen Pflegestandard benötige und lobte dabei das Einfühlungsvermögen der Präsidentin des Sozialverbands VdK Verena Bentele. Plenk forderte, man solle sich bereits in gesunden Tagen Gedanken machen „wie geht es weiter, wenn ich Pflege brauche? Sind Kinder da die helfen können? Will oder muß ich in ein Pflegeheim?“ Was kostet ein Heimplatz? Wer trägt die Kosten? Es gibt doch ein Gesetz das besagt: wer im Jahr unter 100.000 EURO verdient, muss für die Eltern die Heimkosten nicht tragen? Stimmt das so, fragte Plenk in die Runde. Hierzu muss man sehr viel im Detail wissen. Er brachte die zahlreichen Zuhörer wirklich zum Staunen. Er wies darauf hin, dass Kurzzeit- und Tagespflegeplätze derzeit rar seien, obwohl es im Landkreis Regen 16 Senioren- und Pflegeheime gebe. Plenk sprach auch die Pflegeroboter an, meinte aber „g’red is g’gred“. Er meinte damit, dass eben in der Pflege die Person im Mittelpunkt steht, die auch stets einen gewissen Zuspruch erfahren muss. Ein wärmendes Wort oder eine gefühlvolle Geste seien meist genauso wichtig wie die richtigen Medikamente.
Ein breites Thema war auch Demenz. Ein heute geborenes Mädchen habe eine Lebenserwartung von 102 Jahren. Mit steigendem Alter erhöhe sich auch die Gefahr einer Demenzkrankheit, konstatierte Plenk. Er schilderte den besonderen Umgang mit Demenzkranken in lebendigen Beispielen. In die Zukunft blickend zeigte er auf, dass im Jahr 2030 jeder dritte Einwohner im Landkreis über 65 Jahre alt sein wird. Er wandte sich da gerade an die junge Generation, auf barrierefreies Bauen zu achten beim Hausbau. Schnell könnten selbst junge Leute, etwa nach einem Unfall, das als eine große Erleichterung sehen.
Von Helmut Plenk gab es noch zahlreiche Hinweise auf Hilfsmittel mit denen man eine Behinderung leichter meistern kann. Je nach Pflegegrad gebe es einen einmaligen Zuschuss von bis zu viertausend Euro und einkommensabhängig bis zu zehntausend Euro, über eine Fördermöglichkeit seitens des Freistaates Bayern. Wer einen Umbau oder eine Anschaffung plane, müsse vor Beginn den Antrag auf Bezuschussung stellen, plädierte Plenk eindringlich. Die Wohnberatungsstelle des VdK/LKR Regen sei bei der Antragstellung gerne behilflich.
Zum Schluss informierte Plenk über Wissenswertes zur Grundrente, bei der er noch zahlreiche offene Fragen bemängelte. Bei dieser Fülle an Informationen hatten die Zuhörer auch Fragen, die Helmut Plenk auch zwischendurch beantwortete. Nach seinem kurzweiligen Vortrag beantwortete er wie selbstverständlich auch gerne persönliche Fragen der Zuhörer.
Nach dem Tagesordnungspunkt "Wünsche und Anträge" bedankte sich der neu gewählte Vorsitzende bei den Ehrengästen und seinem Team für ihr Kommen und die geleistete Arbeit für den Sozialverband VdK und schloss die Versammlung. Anschließend wurden noch die Erinnerungsfotos mit den Ehrengästen und der neuen Vorstandschaft gemacht.