Kategorie Kreisverband Erding
Datum

Gemeinsam gegen den Sozialabbau - Aufforderung zur Demo am 17. September in München

Veranstaltungsinformationen

Wann?

Datum bis
Uhrzeit Uhr

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Ort
Königsplatz

Aufruf zur Großdemonstration am 17. September in München: 
„Gemeinsam gegen den Sozialabbau!“

Liebe Mitglieder, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die soziale Schere in unserem Land geht immer weiter auseinander. Geplante Kürzungen bei der Rente, Einsparungen im Gesundheitssystem und der drohende Abbau von Pflegeleistungen gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Soziale Sicherheit ist kein Luxus – sie ist das Fundament unserer Demokratie!
Der VdK – Landesverband Bayern setzt hier am 17. September mit einer Großdemo ein unübersehbares Zeichen. Wir gehen auf die Straße, um für Ihre Rechte zu kämpfen. Seien Sie dabei und zeigen Sie Flagge gegen den Kahlschlag im Sozialsystem!
Der Kreisverband Erding organisiert die gemeinsame Anreise und Abreise nach München. Insofern bitten wir Sie darum, den 17. September 2026 sich im Kalender rot zu markieren und sich für die Demo bei uns anzumelden. 
Anmeldungen unter: kv-erding@vdk.de ; Telefon: 08122-892552

Diese Forderungen stehen im Mittelpunkt:

Gesundheit muss bezahlbar sein: Die im Bundestag bereits beschlossene Gesundheitsreform führt zu höheren Zuzahlungen bei Medikamenten, Hilfsmitteln und Behandlungen, zu Kürzungen beim Zahnersatz, zu Einschränkungen beim Krankengeld und bei der Familienversicherung. Dies belastet einseitig Patientinnen und Patienten, Familien, Rentnerinnen und Rentner und Menschen mit kleinen Einkommen. Wir brauchen aber eine dauerhaft gerechte Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, die alle einbezieht und gesamtgesellschaftliche Aufgaben aus Steuergeldern bestreitet.

Pflege muss menschenwürdig sein: Die aktuellen Entwürfe für eine Pflegereform setzen hauptsächlich auf Leistungseinschränkungen, um Geld einzusparen, anstatt die Strukturen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen endlich zu verbessern. Es soll noch schwerer werden, einen Pflegegrad zu bekommen, so dass die Hürden für Betroffene für Pflegeleistungen noch höher werden. Wer Angehörige pflegt, soll Kürzungen bei den Rentenversicherungsbeiträgen und Einschränkungen bei der Familienversicherung hinnehmen. Die Streichung der Entlastungsleistung von 131 Euro im Pflegegrad 1, die Abschaffung der Verhinderungspflege und die bereits vollzogene Halbierung des bayerischen Landespflegegelds belasten betroffene Familien zusätzlich. Der VdK fordert stattdessen, die Versorgungslage für gute Pflege zu verbessern, und dafür auch die kommunale Verantwortung zu stärken und mit finanziellen Mitteln auszustatten.

Armut im Erwerbsleben und im Alter muss verhindert werden: Die Pläne für eine Rentenreform mit u. a. einer an die Lebenserwartung gekoppelten Erhöhung der Regelaltersgrenze, einer Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren („Rente mit 63“) und höheren Abschlägen bei vorgezogenen Altersrenten belasten alle Generationen. Wir brauchen eine Reha-Offensive und dürfen gesundheitlich angeschlagene Ältere im Arbeitsleben nicht im Stich lassen. Und wir brauchen endlich nachhaltige Regelungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf statt Streichung von Familien- und Krippengeld. Die Menschen müssen auf bestehende Regelungen vertrauen können. Sonst geht auch das Vertrauen in den Sozialstaat verloren. Keine Reformen ohne lang angelegte Übergangsfristen!

Ablauf: 
Die An- und Abreise wird über unsere Kreisgeschäftsstelle organisiert und Eckdaten werden rechtzeitig mitgeteilt. 
Treffpunkt zur Demo und Sammelplatz am 17. September ist am Königplatz um 14 Uhr.
Die Demo beginnt mit Worten zum Auftakt am Königsplatz.
Begrüßung: Landesgeschäftsführer Michael Pausder
Statement: Stv. Landesvorsitzender Hermann Imhof 
Mit einem Protestmarsch vom Königsplatz zum Siegestor, vorbei an der VdK-Landesgeschäftsstelle in der Schellingstraße, erfüllen wir auf beeindruckende Weise unseren Satzungsauftrag, soziale Gerechtigkeit durch Einfluss auf die Gesetzgebung zu verwirklichen, und leben die Tradition unseres kämpferischen Sozialverbands weiter fort.

Aufgerufen sind alle Mitglieder des Kreisverbands Erding und auch sind alle Mitbürgerinnen und Mitbürger eingeladen, mit uns gemeinsam für soziale Gerechtigkeit zu demonstrieren.

Lassen Sie uns gemeinsam laut sein – für einen starken und gerechten Sozialstaat!

Ihr Kreisvorstand, 
Richard Pils (stv. Kreisvorstandsvorsitzender)


Ihre Kreisgeschäftsführung
Zeynep Gencer