Kategorie Ortsverband Zwiesel
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Großes Interesse beim Pflegestammtisch des VdK in Frauenau

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Ädams Frauenau
Foto: Max Kufner: v.l. Gruber Walter, Ortsvorsitzender Frauenau Peschl Heinrich, Kreisvorsitzende Kufner Ingrid, Dr. Alexander Rösch, Bernhard Karina, Schriftführerin OV-Zwiesel Andrea Schöbel, Bürgermeister Stadt Zwiesel Eppinger Karl-Heinz und Kreisgeschäftsführer Plenk Helmut.
Foto: Max Kufner: v.l. Gruber Walter, Ortsvorsitzender Frauenau Peschl Heinrich, Kreisvorsitzende Kufner Ingrid, Dr. Alexander Rösch, Bernhard Karina, Schriftführerin OV-Zwiesel Andrea Schöbel, Bürgermeister Stadt Zwiesel Eppinger Karl-Heinz und Kreisgeschäftsführer Plenk Helmut. © Foto VdK: Max Kufner

Großes Interesse beim Pflegestammtisch des VdK in Frauenau

Frauenau. Auf große Resonanz stieß erneut der gemeinsame Pflegestammtisch der VdK-Ortsverbände Frauenau und Zwiesel, der am 5. Juni 2026 im Café Ädäms in Frauenau stattfand. Sämtliche Plätze waren besetzt, was das große Interesse am Thema Pflege eindrucksvoll unterstrich.

 

Ortsvorsitzende Frau Kufner begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter den Bürgermeister der Stadt Zwiesel, Karl-Heinz Eppinger, den VdK Ortsvorsitzenden von Frauenau, Herrn Heinrich Peschl, die stellvertretende Kreisvorsitzende Karina Bernhard, Kreisfrauenvertreterin Marion Probst, Kreiskassier Walter Gruber, Dr. Alexander Rösch aus Kirchdorf im Wald sowie den VdK-Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk.

In seinem Grußwort sprach Bürgermeister Eppinger die vielfältigen Herausforderungen an, mit denen pflegende Angehörige täglich konfrontiert sind. Aus eigener Erfahrung wisse er, welche Belastungen die häusliche Pflege mit sich bringen könne. Anschließend übergab er das Wort an

Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk.

Plenk betonte die stetig steigende Nachfrage nach Informationen rund um die Pflege, insbesondere zur Versorgung in den eigenen vier Wänden. Ein besonderer Willkommensgruß galt Dr. Alexander

Rösch, der sich seit zwölf Jahren für die Vermittlung von Betreuungskräften aus Polen und der Ukraine engagiert.

Nach einer kurzen Einführung durch Frau Kufner referierte Dr. Rösch über die Möglichkeiten der häuslichen Betreuung durch ausländische Pflege- und Betreuungskräfte. Viele Familien seien mit der Pflege eines Angehörigen überfordert, da sie neben der Betreuung häufig auch berufliche und

familiäre Verpflichtungen hätten. Dr. Rösch arbeitet mit verschiedenen Agenturen zusammen, die eine legale Beschäftigung nach

dem Entsendemodell ermöglichen. Dabei wird in der Regel eine Betreuungskraft für etwa zwei Monate entsandt und anschließend durch eine andere Kraft abgelöst. Im Idealfall wechseln sich

dabei stets dieselben Betreuungspersonen ab. Bei besonders belastenden Einsätzen erfolgt ein Wechsel oft bereits nach sechs Wochen.

Zum Aufgabenbereich der Betreuungskräfte gehören neben der Haushaltsführung auch die

Körperpflege sowie grundpflegerische Tätigkeiten. Medizinische Leistungen wie das Verabreichen von Spritzen müssen weiterhin durch einen Pflegedienst oder Arzt erfolgen.

Die Kosten richten sich nach dem individuellen Betreuungsbedarf. Bei der Finanzierung können Leistungen der Pflegekasse, Pflegegeld, Landespflegegeld sowie Renteneinkünfte berücksichtigt werden. Darüber hinaus können bestimmte Aufwendungen steuerlich geltend gemacht werden.

Im Anschluss fasste Helmut Plenk die unterschiedlichen Versorgungsmodelle nochmals zusammen. Neben der sogenannten 24-Stunden-Betreuung im häuslichen Umfeld besteht als weitere Möglichkeit die vollstationäre Versorgung in einem Pflege- oder Seniorenheim.

In seinem Schlusswort machte Plenk deutlich, dass die Zukunft der Pflege eine

gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Information, Solidarität und gegenseitige Unterstützung seien wichtiger denn je.

Frau Kufner bedankte sich abschließend bei Helmut Plenk für die anschaulichen Erläuterungen sowie für die Einladung zu Kaffee und Kuchen. Ebenso galt ihr Dank Dr. Rösch für den informativen Vortrag und die zahlreichen praktischen Hinweise. Auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung blieben viele Teilnehmer noch im Café, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und das Gehörte gemeinsam zu diskutieren.