Pflegestammtisch - Helmut Plenk: Pflege bleibt Herausforderung
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Pflegestammtisch
Helmut Plenk: Pflege bleibt Herausforderung
Ruhmannsfelden/Gotteszell. Der Pflegestammtisch, der vorletzten Freitag im Clubhaus der Motorradfreunde Gotteszell stattfand, war erneut ein Gewinn für Pflegende, Gepflegte und alle Interessierten. Die Ortsvorsitzende des VdK Ruhmannsfelden, Ingrid Weiß, freute sich über die gute Beteiligung. Sie begrüßte die Ortsvorsitzenden Franz Wagner (Gotteszell-Achslach) und Herbert Preiß (Teisnach), die Seniorenbeauftragte Maria Bielmeier (Zachenberg) sowie die Referenten. Ihr besonderer Dank galt den Motorradfreunden Gotteszell mit Präsident Sepp Baumgartner, die das barrierefreie Clubhaus zur Verfügung stellten.
VdK-Kreisgeschäftsführer von Regen und Deggendorf Helmut Plenk merkte an, „der Pflegestammtisch ist eine wichtige Einrichtung “, denn Pflege bleibe eine Herausforderung, Zusammenhelfen werde immer wichtiger, blickte er in die Zukunft. „Die soziale Welt wird immer kälter, aber das Jammern bringt uns nicht weiter“, meinte er. Das Ziel vom VdK sei es, dass behinderte und ältere Menschen so lange wie möglich daheim ihren Alltag meistern können, deshalb sei auch Franziska Geiß heute als Referentin dabei. Plenk dankte Walter Kilger, der sich als Behindertenbeauftragter „wie eine Maschine“ engagiert einbringe. Wegen fehlendem Pflegepersonal und der teuren Heimunterbringung werde die Pflege daheim immer wichtiger. Aus seiner Praxis schilderte Plenk, wie in einer gut vernetzten Familie auch schwere Pflegefälle daheim gemeistert würden. Passend zur „Woche der Demenz“ zeigte Plenk auf, wie bei einer dementen Person die Kosten für spezielle Unterbringung aus eigenen Mitteln bestritten werden müssten. Er lud außerdem zu einem Vortrag zusammen mit dem Waldverein Teisnach am 22. Oktober 2025 um 18:30 Uhr im „Waidlerhof“ in Kaikenried ein.
Als Wohnberaterin Franziska Geiß auf die verschiedenen Fördermöglichkeiten einging, schickte sie voraus, „jede Förderung ist individuell“. Eine erfreuliche Nachricht sei, der Zuschuss für Umbauten von der Pflegekasse habe sich auf 4.180 Euro erhöht. Diesen Anspruch habe jeder zu Pflegende ab Pflegegrad eins, wenn dadurch die Pflege daheim erst möglich sei, die Pflege erleichtert oder die Selbständigkeit erhöht werde. Bei den leistungsfreien Darlehen gebe es seit März 2025 einen Bewilligungsstopp, informierte Franziska Geiß. Sie stellte auch die Finanzierung von Hilfsmitteln über die Krankenkasse vor. Weiter ging sie auf Besonderheiten bei der Pflege von Menschen mit Demenz ein, wo eine kleine Änderung oft eine große Wirkung zeige. „Wer mich braucht für den bin ich da“, sagte Franziska Geiß. Jede Bürgerin und jeder Bürger des Landkreises Regen könne die Beratung kostenlos in Anspruch nehmen. Einfach bei ihr einen Termin vereinbaren per E-Mail: wohnberatung.arberland@vdk.de Telefax 09921/97001-11 oder per Telefon 09921/97001-27
Nach diesen interessanten Vorträgen bat die VdK-Ortsvorsitzende Ingrid Weiß ihre Gäste, diese Informationen weiter zu geben. „So lange ich so fleißige Kuchenspenderinnen und Sponsoren habe und der Motorradclub das Vereinsheim zur Verfügung stellt, wird es diese Pflegestammtische geben“, stellt Ingrid Weiß vorausblickend auf das nächste Jahr fest.
