Kategorie Kreisverband Arberland
Datum

VdK Arberland im VdK Forum in München

Veranstaltungsinformationen

Wann?

Datum bis
Uhrzeit Uhr

Wo?

Ort
München
VdK Arberland im VdK Forum in München
Bild (VdK), Karina Bernhard, Verena Bentele, Helmut Plenk und Ingrid Kufner © VdK

VdK Arberland im VdK Forum in München

 

 

 

München/Regen. Am VdK-Forum in München war auch der VdK-Kreisverband Arberland vertreten.

Unter dem Motto „36 Grad, und es wird noch heißer – Soziale Folgen des Klimawandels und Gegenstrategien“, begrüßte Michael Pausder, Landesgeschäftsführer des VdK Bayern, zahlreiche Gäste in München: „Gute Klimapolitik ist immer auch Gesundheits- und Sozialpolitik – und benötigt Lösungen, die die Lasten möglichst gerecht auf den Schultern aller Bürgerinnen und Bürger verteilen. Auch wenn viele Menschen, insbesondere Politikerinnen und Politiker, mit ihren Gedanken gerade woanders sind, brauchen wir jetzt eine Klimatransformation, bei der ökologische und soziale Aspekte ineinandergreifen, um die Gesellschaft zusammenzuhalten und alle auf diesem Weg mitzunehmen.“

 

 

 

 

Benachteiligte Gruppen und Lebensrealitäten bei Transformation berücksichtigen

Für den VdK ist es entscheidend, bei der Transformation vulnerable Gruppen wie chronisch Kranke oder Menschen mit Behinderung und Haushalte mit niedrigem Einkommen mitzudenken. Sie sind besonders von den direkten und indirekten Folgen des Klimawandels betroffen: Hitzewellen verschärfen gesundheitliche Risiken und führen zu Krankenhausaufenthalten; schlecht gedämmte Wohnungen und Häuser mit alten Heizungen treiben Energiekosten in die Höhe; Extremwetterereignisse treffen diejenigen besonders hart, die kaum finanzielle Rücklagen haben oder auf eine funktionierende soziale Infrastruktur angewiesen sind. Die Folgen des Klimawandels sind für viele VdK-Mitglieder schon heute Alltag. „Die steigenden Lebenshaltungskosten, insbesondere in den Bereichen Energie und Wohnen, führen zu einem erhöhten Armutsrisiko von ohnehin schon angespannten Lebensrealitäten. Dies untergräbt nicht nur die Akzeptanz für Klimapolitik und die Energiewende, sondern nährt darüber hinaus populistische Narrative und stärkt so extremistische Positionen. Eine sozial unausgewogene Klimapolitik gefährdet deshalb nicht nur den sozialen Zusammenhalt, sondern auch den klimapolitischen Fortschritt selbst“, sagte Verena Bentele. 

Am Podium bei der Diskussionsrunde waren dabei:  Thorsten Glauber (MdL, Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz), Prof. Dr. Annette Menzel (Professur für Ökoklimatologie, TU München) und Dr. Katja Schumacher (Stellv. Leiterin Bereich Energie & Klimaschutz, Öko-Institut Berlin),  Jacqueline Melzer (Bundesstiftung Gleichstellung, Berlin), Britta Walthelm (Referentin für Umwelt und Gesundheit, Stadt Nürnberg) sowie Ruth Waldmann (MdL, SPDkurz fürSozialdemokratische Partei Deutschlands, Stellv. Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit, Pflege und Prävention)

Die Moderation übernahm Alexander Hagelüken, leitender Redakteur Wirtschaftspolitik bei der Süddeutsche Zeitung.