
Pausder und Imhof sprechen auf VdK-Kundgebung
Der VdK setzt sich gegen soziale Kürzungen zur Wehr. Bei der Auftaktkundgebung der VdK-Demo auf dem Königsplatz machten Landesgeschäftsführer Michael Pausder und der stellvertretende Landesvorsitzende Hermann Imhof klar: „Es reicht!“

Michael Pausder hielt ein sehr kämpferisches Grußwort: „Mit unserer Demo verleihen wir dem Protest und den Sorgen unserer Mitglieder konstruktiven Ausdruck. Leidenschaft und Kampfgeist machen den VdK schon immer stark!“
Aktuell gehören dem VdK Bayern mehr als 865 000 Mitglieder an. Pausder betonte: „Wir sind eine soziale Macht in Bayern. Der VdK ist die größte Bürgerbewegung für die kleinen Leute. Deshalb werden wir nicht lockerlassen. Denn in der Politik ändert sich nur dann etwas, wenn Druck gemacht wird.“

Hermann Imhof verdeutlichte, wie kurzsichtig Einschnitte im Sozialen sind: „Wir zahlen einen hohen Preis, wenn am Sozialen gespart wird. Eine solche Strategie hungert unsere Demokratie regelrecht aus und spielt nur den Falschen in die Hände. Nämlich extremistischen Parteien, die aus der Enttäuschung der Menschen Gewinn schlagen“, warnte er.
Ärmste massiv belastet
Die geplanten Kürzungen beim Krankengeld und höhere Zuzahlungen für Medikamente belasteten die Ärmsten massiv, so Imhof. „Gesundheit muss für alle bezahlbar sein“, forderte er.
Die Halbierung des bayerischen Landespflegegelds nannte Imhof eine „Ohrfeige für Pflegebedürftige und ihre Familien“. Die angekündigten Verschärfungen zur Erlangung eines Pflegegrads, die Wegnahme der Geldleistung bei Pflegegrad 1 sowie die rentenrechtliche Benachteiligung der häuslichen Pflegetätigkeit würden die Not in den Familien noch verstärken. Imhof versprach: „Wir werden uns mit aller Macht weiter für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen einsetzen!“

Er warnte auch vor „Rentenkürzungen durch die Hintertür“, indem Frühverrentungsmöglichkeiten für langjährig Versicherte abgeschafft und das Renteneintrittsalter heraufgesetzt werden. Das leiste der ohnehin hohen Altersarmut gerade in Bayern weiteren Vorschub.
Auch Familien werden in Bayern durch das gestrichene Familien- und Krippengeld und das nicht ausgezahlte Kinderstartgeld enorm belastet. Imhof appellierte an die Staatsregierung: „Fördern Sie Kinder und Jugendliche und ihre Eltern, egal welcher Herkunft. Ob mit Behinderung oder ohne. Lassen Sie kein Kind zurück – es geht um unser aller Zukunft!“

