VdK Bayern beteiligt sich an Tagung zu Inklusion
An einer Tagung unter dem Motto „Barrieren abschaffen – Perspektiven für gelebte Inklusion und Gerechtigkeit“ an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing nahmen VdK-Expertinnen und -Experten teil.

Der Sozialverband VdK Bayern war neben der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut Kooperationspartner der dreitägigen Veranstaltung. So leitete Jan Gerspach, Ressortleiter „Leben mit Behinderung“ beim VdK Bayern, gemeinsam mit Selma März vom Bezirk Oberbayern einen Workshop zum Thema „Von der Idee zur Realität: Selbstbestimmt und inklusiv wohnen“. Sie stellten wichtige Anlaufstellen für weiterführende Beratung und Fördermöglichkeiten vor.
VdK-Landesvorsitzende Verena Bentele forderte in ihrem Impulsreferat, bestehende Machtstrukturen aufzubrechen. Nach wie vor gebe es viel zu wenige Menschen mit Behinderung in Parlamenten und in führenden Positionen in der Wirtschaft, beklagte Bentele. Auch das Schulsystem in Deutschland sei alles andere als inklusiv. „Diese Strukturen sind gewachsen. Aber das Gute ist, dass man sie ändern kann, weil sie von Menschen gemacht sind“, sagte die VdK-Landesvorsitzende.
Im Anschluss diskutierte Bentele mit Dawei Ni, Dozent für Gebärdensprache an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut, Anna Gmeiner, Mitglied des Landesvorstands der Grünen Jugend Bayern, sowie den Moderatorinnen Dr. Kinza Khan und Johanna Vogler von der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Der Fokus lag auf der Frage, wie mehr Gerechtigkeit und Teilhabe ermöglicht werden kann. Dawei Ni erinnerte an positive Entwicklungen wie die Anerkennung der Gebärdensprache als eigenständige Sprache zur Jahrtausendwende. Anna Gmeiner warb für mehr Menschen mit Behinderung in verantwortlichen Positionen.
Janina Gilg und Dorota Zellner vom Externer Link:VdK-Ressort „Leben mit Behinderung“ stellten auf einem „Marktplatz der Möglichkeiten“ das Engagement des Sozialverbands für Inklusion und Barrierefreiheit vor. Geschäftsführer Lukas Paul und Chefredakteur Thomas Ebert von abm inclumedia diskutierten mit Silvia Heider, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Passau, wie Medien inklusiv und damit für alle Menschen berichten können.
Prof. Dr. Gudrun Wansing von der Humboldt Universität Berlin, und Silvia Helbig vom Deutschen Gewerkschaftsbund in Berlin referierten über die Arbeitsmarktsituation von Menschen mit Behinderung, Leistungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und in Werkstätten sowie das Menschenrecht auf Arbeit.
