Für eine inklusive Gesellschaft

Eine Gruppe unterschiedlicher Menschen - mit und ohne Behinderung, alt und jung, Männer und Frauen - wandern gemeinsam im Grünen.
© VdK

In Bayern leben mehr als 2,09 Millionen Menschen (Stand: 2025) mit einer Behinderung. Davon haben mehr als 1,27 Millionen Menschen eine Schwerbehinderung – jede elfte im Freistaat lebende Person ist damit schwerbehindert. Der VdK Bayern setzt sich seit seiner Gründung für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein und tritt vehement für Inklusion auf allen Ebenen ein – sozialpolitisch wie auch in den Kommunen vor Ort. 

Im Bereich der Barrierefreiheit ist die Staatsregierung mit ihrem ursprünglichen Ziel, Bayern bis 2023 im öffentlichen Raum und beim ÖPNV barrierefrei zu machen, gescheitert. Eine barrierefreie Gestaltung aller Lebensbereiche aber ist Menschenrecht und Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben aller Menschen. Auch auf dem Arbeitsmarkt gibt es noch einiges zu tun. 

Satte
26,5
Prozent
aller Arbeitgeber in Bayern beschäftigen keinen Menschen mit einer Schwerbehinderung.

So viele Potenziale bleiben damit ungenutzt, und so viele Menschen mit Behinderung können ihre Fähigkeiten nicht auf dem Arbeitsmarkt einbringen. 

Unsere Erfolge

  • Einführung des Bundesteilhabegesetzes mit Fokus auf einem modernen Teilhaberecht statt eines “Fürsorgesystems”.
  • Erhöhung der Ausgleichsabgabe für Unternehmen, die keinen einzigen schwerbehinderten Menschen beschäftigen.
  • Verdoppelung der Behinderten-Pauschbeträge und weitere Verbesserungen bei steuerlichen Regelungen.
  • Schaffung des Budgets für Ausbildung sowie mittlerweile auch Fördermöglichkeiten für Menschen, die bereits in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung beschäftigt sind.

Unsere Forderungen kurz und knapp

  • UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) umsetzen! Zum Beispiel indem grundsätzlich alle Regelungen überprüft werden, ob sie mit den Vorgaben der UN-BRK vereinbar sind.
  • Inklusive Bildung verwirklichen! Dafür braucht es eine inklusionsorientierte Reform des Schulsystems.
  • Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen schaffen! Alle bedeutet alle: Bildungseinrichtungen, Arbeitsstätten und deren Umfeld, Wohnungen und Wohnumfeld, Einkaufs- und Freizeitangebote, Dienstleistungen und Gebrauchsgegenstände, der öffentliche Raum und öffentlich zugängliche Gebäude, öffentliche Nah- und Fernverkehrsmittel und Verkehrsräume, Informations- und Kommunikationssysteme, Medien und Telemedienangebote und die Umwelt.
  • Barrierefreiheit im Nah- und Fernverkehr schaffen!
  • Bayerische Bauordnung hinsichtlich der Herstellung von Barrierefreiheit verschärfen!
  • Private Anbieter stärker verpflichten, dass ihre Produkte und Dienstleistungen barrierefrei sind!
  • Bessere Inklusion auf dem Arbeitsmarkt!
  • Barrierefreien Wohnraum schaffen, indem mehr neu gebaut und umgebaut wird!
  • Bayerisches Gehörlosengeld einführen!
  • Unabhängige bayerische Fachstelle für Barrierefreiheit einrichten!
Die Grafik zeigt elf verschiedene Personen unterschiedlichen Geschlechts und Alters, die nebeneinander in einer Reihe stehen.

Unsere Forderungen in Leichter Sprache

Unsere sozialpolitischen Forderungen für mehr Inklusion gibt es auch in Leichter Sprache. 

Aktuelle Meldungen

News-Karussell
Eine Poststation von DHL. Ein Mann geht gerade daran vorbei. Im Vordergrund sieht man eine Treppe.
Kategorie Aktuelle Meldung Barrierefreiheit Teilhabe

Neue Poststationen sind barrierefrei

Der Sozialverband VdK setzt sich für ein gutes Postfilialnetz ein. Dort, wo es keine Filiale mehr gibt, muss es barrierefreie Alternativen geben, Briefe zu verschicken oder Pakete abzuholen. Die neue Poststation zeigt, dass das möglich ist.

Ein altmodischer Wecker vor gelbem Hintergrund; die angezeigte Uhrzeit ist 8 Uhr
Kategorie Aktuelle Meldung Behinderung Behinderung im Job

Acht-Stunden-Tag steht auf der Kippe

Die Bundesregierung plant eine Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes, um Unternehmen zu entlasten. Eine solche Reform könnte schwerbehinderte Beschäftigte in einem besonderen Maß belasten.

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster fährt gerade im Abfahrtsrennen so stark in die Kurve, dass viel Schnee aufgewirbelt wird.
Kategorie Aktuelle Meldung Behinderung

Paralympische Jubiläums-Winterspiele im März – VdK-Mitglied am Start

Erstmals seit 20 Jahren kehren die Paralympischen Winterspiele nach Europa zurück. Am 6. März werden sie im römischen Amphitheater von Verona eröffnet. An neun Tagen fallen 79 Medaillenentscheidungen – die Paralympics feiern Jubiläum.

Weg mit den Barrieren!

Plakat der VdK-Kampagne "Weg mit den Barrieren". Auf der linken Hälfte des Plakats sieht man einen Astronaut auf dem Mond. Darüber steht: "1969. Der erste Mensch betritt den Mond." Auf der rechten Hälfte des Plakats sieht man ein Piktogramm eines Rollstuhlfahrers Darüber steht: "2018. Rollstuhlfahrer kommen nicht mal in den Zug. Wir sollten weiter sein."
© VdK

Jeden Tag stoßen Millionen Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigungen auf unüberwindbare Hindernisse. Mit der bundesweiten Kampagne „Weg mit den Barrieren!“ im Jahr 2018 richtete der Sozialverband VdK konkrete Forderungen an die Politik und begann, die Schranken in Gesetzen und Köpfen abzubauen.

Externer Link:Weitere Kampagnen

Mehr gute Ideen für eine inklusive Gesellschaft

News-Karussell
Video-Beitrag Grafik mit Bild von VdK-Expertin Kim Blum mit verschränkten Armen vor neutralem Hintergrund. Rechts daneben steht in großer Schrift: „Wohnraumanpassung bei Pflege – wer zahlt?“. Oben links ist das Logo „Sozialverband VdK – Rat und Tat“ zu sehen. Unten rechts befindet sich eine Illustration eines pflegebedürftigen Menschen, der in einem Bett liegt.
Kategorie Barrierefreiheit Pflege Pflege zu Hause

Wohnraumanpassung bei Pflegebedürftigkeit – wer zahlt? | Rat und Tat

Die meisten Menschen wünschen sich, auch im Alter und bei Pflegebedürftigkeit zu Hause, im vertrauten Umfeld zu bleiben. Wohnraumanpassungen sind dafür manchmal einfach notwendig – leider aber auch oft teuer. Wer trägt die Kosten?

Video-Beitrag
Kategorie Behinderung Barrierefreiheit Teilhabe

Weihnachtsmärkte ohne Barrieren? Leider oft Fehlanzeige | VdK erklärt

Viele Menschen mit Behinderung oder ältere, mobilitätseingeschränkte Besucher stoßen dort auf Hindernisse: unebene Wege, enge Gassen, fehlende Orientierungshilfen und kaum barrierefreie Toiletten.