Ein Herz für Menschen in Not
Seit acht Jahren engagiert sich Letka Resanovic als Vertreterin der Frauen beim VdK Donauwörth (Kreisverband Donau-Ries) in Schwaben. Sie ist die gute Seele des Ortsverbands.

Letka Resanovic ist in Serbien geboren und kam mit 18 Jahren nach Deutschland, um in der Gastronomie zu arbeiten. Dass sie lange Zeit in München und im Landkreis Traunstein gelebt hat, hört man sofort an ihrem oberbayerischen Dialekt. Deutsch habe sie durch Fernsehen, Zeitung lesen und Gespräche mit Menschen gelernt, erzählt sie. „Das war nicht immer leicht.“
2008 erlitt sie einen Schlaganfall und trat dem VdK bei. Zwar hatte sie sich damals schon überlegt, ein Ehrenamt zu übernehmen, hätte das aber zeitlich nicht geschafft, da sie noch berufstätig war. Mit ihrem Rentenbeginn im Jahr 2016 zog sie zunächst zu ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter nach Kaisheim bei Donauwörth und begann ihre aktive Laufbahn beim VdK. Mittlerweile lebt sie im zentral gelegenen Donauwörth. „Jetzt bin ich voll dabei“, betont die Ehrenamtliche.
Immer in Bewegung
Voll dabei heißt für sie, dass es kaum einen Tag gibt, an dem sie sich nicht um die Menschen beim VdK kümmert. Sie organisiert Geschenkgutscheine für die Mitglieder, schreibt Geburtstagskarten, ruft sie an, und auf Wunsch besucht sie sie auch. Doch ihr Engagement geht noch weiter: Sie begleitet Mitglieder bei schweren Erkrankungen und unterstützt sie im Alltag. „Manche meinen, ich mache zu viel – aber ich bin gern immer in Bewegung. Wenn ich allein zu Hause herumsitze, fällt mir die Decke auf den Kopf.“
Die 75- Jährige engagiert sich auch bei der jährlichen Externer Link:VdK-Haussammlung „Helft Wunden heilen“. Oft kommt sie dabei mit Menschen ins Gespräch, die sozialrechtliche Hilfe benötigen. „Dann rate ich ihnen, dem VdK beizutreten“, berichtet sie. „Wohngeld, Schwerbehindertenausweis – viele wissen nicht einmal, dass sie darauf Anspruch haben.“
Neben ihrem Einsatz für die Mitglieder in und um Donauwörth betreut Resanovic ehrenamtlich eine Seniorengruppe in Kaisheim, die sich monatlich zum Stammtisch trifft. Dort ist sie die einzige Ansprechpartnerin des VdK vor Ort.
Ehrenamtliche wie Letka Resanovic helfen Menschen, die über die sozialrechtliche Beratung des VdK hinaus Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags brauchen. Mitglied oder Nichtmitglied – sie hört allen erst einmal zu und überlegt, wie sie sie unterstützen kann. „Wenn ich weiß, dass Menschen Hilfe brauchen, dann bin ich für sie da“, betont sie.
Von Technik überfordert
Bei Bedarf organisiert Resanovic Termine bei den zuständigen Ämtern und Ansprechpartnern. „Und wenn sich jemand allein nicht traut, gehe ich mit“, sagt sie. Viele Ratsuchende hätten – so wie sie auch – keinen Computer. Vor allem Ältere seien von der zunehmenden Digitalisierung der Behörden überfordert und bräuchten Hilfe.
Ihr Einsatz für die Menschen ist weit über den VdK hinaus bekannt. „Letka Resanovic ist eine sehr engagierte, langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin beim VdK Donauwörth. Wir sind froh und dankbar über ihr tolles Engagement für unsere Mitglieder“, würdigt die VdK-Ortsvorsitzende von Donauwörth, Birgit Bamberg, ihre Arbeit.
