Mit 80 Jahren immer noch voll dabei
Seit 23 Jahren ist Walter Hartmann ehrenamtlich für den VdK aktiv – im mittelfränkischen Ortsverband Roßtal, im Kreisverband Fürth sowie im Landesausschuss. Nächstes Jahr wird er 80 – für ihn kein Grund, aufzuhören.

1999 trat Hartmann dem Sozialverband VdK bei. „Ich war im öffentlichen Dienst, hatte plötzlich meine Arbeitsstelle verloren und wusste nicht, wie es weitergehen soll“, schildert er. Das Arbeitsamt wollte ihn umschulen, doch daran war nicht zu denken. „Gesundheitlich ging es mir nicht gut, ich hatte schon damals einen GdBkurz fürGrad der Behinderung von 50. Da riet mir ein Kamerad von der Freiwilligen Feuerwehr, ich solle mich doch an den VdK wenden.“
VdK erkämpft Rente
Er trat bei und suchte die Rechtsberatung auf. Der VdK-Mitarbeiter beantragte für ihn Erwerbsminderungsrente, doch die Rentenversicherung lehnte ab. Anschließend legte der VdK Widerspruch ein – ohne Erfolg. „Beim dritten Widerspruch hat der Rechtsberater angekündigt, das Sozialgericht einzuschalten. Daraufhin wurde die Rente bewilligt“, erinnert sich Hartmann.
2003 wurde er zum Ortsvorsitzenden gewählt und ist es bis heute geblieben. Anfangs betreute er 230 Mitglieder. Im August begrüßte der Vorstand das 500. Mitglied. „Der Zulauf ist nicht mein Erfolg“, sagt Hartmann bescheiden. „Der VdK wächst immer weiter, weil er von den Menschen gebraucht wird.“
Viele treten aber auch bei, weil sie die Geselligkeit schätzen, berichtet Hartmann. Zusammen mit seinem Vorstandsteam organisiert er viele Veranstaltungen im Jahr: Hauptversammlung, Mitgliedertreffen, Muttertagsfeier, Senioren-Kirchweih, Besuch des jährlichen Begegnungskonzerts, Ausflüge, Weihnachtsfeier sowie monatliche Treffen bei Kaffee und Kuchen. Die Mitglieder werden an ihren runden Geburtstagen persönlich vom Vorsitzenden oder der Vertreterin der Frauen besucht.
Auch in der Öffentlichkeit ist der Ortsverband präsent: „Beim Martinimarkt der Marktgemeinde findet im Rathaus eine zweitägige Sozialmesse statt, bei der wir mit einem Stand vertreten sind“, berichtet Hartmann. Mit „wir“ meint er sein sechsköpfiges Vorstandsteam, mit dem er seit vielen Jahren gut zusammenarbeitet. Dazu zählt auch seine Frau Inge Hartmann, die Beisitzerin ist und sich um den Internetauftritt kümmert.
Jeden Herbst ist Hartmann für die VdK-Spendenaktion „Helft Wunden heilen“ (HWH) unterwegs. „Früher gab es im Ortsverband viele Sammler, jetzt sind wir nur noch zu dritt“, erzählt er. 2025 kamen 550 Euro zusammen.
Erfüllende Tätigkeit
Darüber hinaus engagiert er sich im Kreisverband Fürth. Zwölf Jahre war er stellvertretender Vorsitzender, nun ist er Beisitzer. Er ist immer zur Stelle, wenn VdK-Kreisvorsitzende Anja Goldmann etwas braucht. Am Landesverbandstag des VdK Bayern im April 2027 nimmt er als Delegierter teil.
2027 gibt es beim VdK Roßtal Neuwahlen. Hartmann will noch einmal antreten. „Ein Ehrenamt macht viel Arbeit“, sagt der 79-Jährige. Doch es kann auch sehr erfüllend sein: „Wenn man auf die Menschen zugeht, dann bekommt man Vertrauen, Wertschätzung und Dankbarkeit zurück.“



