Schauspieler Marcus Mittermeier schätzt die Arbeit des Sozialverbands VdK
Der Schauspieler Marcus Mittermeier wird demnächst wieder als Kommissar in der amüsanten ZDF-Krimireihe „München Mord“ zu sehen sein. Der 56-Jährige setzt sich seit Langem für Inklusion ein und unterstützt die Arbeit des VdK Bayern.

Als er die Pistole auslösen musste, verzog Marcus Mittermeier das Gesicht. Es knallte – und die ersten Läuferinnen und Läufer eines Wohltätigkeitslaufs starteten ihre Stadionrunde. Der Fernsehstar war ehrenamtlich beim Inklusionsfest Inklu-Con im oberpfälzischen Burglengenfeld dabei, und das Schießen – natürlich mit Platzpatrone – ist offensichtlich nicht seins. Auch als Kommissar Harald Neuhauser in den ZDF-Krimis „München Mord“ sieht man ihn selten mit Waffe, eher setzt er seine Fäuste ein.
Mehrere Ehrenämter
Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist schon lange ein Anliegen des Schauspielers, wie er bei einem Gespräch mit der VdK-Zeitung betont. Gleich mehrere Ehrenämter hat oder hatte er inne, etwa als Vorstandsmitglied des Vereins zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder Ostbayern oder als Botschafter des Forschungszentrums für Herz, Krebs und Seltene Erkrankungen des Universitätsklinikums Regensburg. Er besucht Turniere des inklusiven Fußballvereins „Team Bananenflanke“. Bei der Inklu-Con warb der gebürtige Landshuter gemeinsam mit verschiedenen Organisationen, darunter der VdK-Kreisverband Schwandorf, für bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Bereits 1989 unterstützte Mittermeier im Zivildienst in Regensburg Studierende mit Körperbehinderung. Diese Zeit habe ihn geprägt, und das Thema habe ihn nicht mehr losgelassen, erzählt er. Dank seiner Popularität sei es für ihn leicht, sich gewinnbringend für soziale Projekte einzusetzen. So wird er immer wieder gefragt, sich bei Wohltätigkeitsveranstaltungen zu engagieren, beispielsweise auch als Moderator.
„Wir müssen es den betroffenen Menschen deutlich erleichtern, zu ihrem Recht zu kommen“, sagt Mittermeier. Sie müssen einfacheren Zugang zu den ihnen zustehenden Leistungen erhalten. In diesem Zusammenhang schätzt er den Sozialverband VdK. „Ich finde die Arbeit großartig – nicht nur die Rechtsberatung, sondern auch das politische Engagement“, sagt er. Verena Bentele mache ihre Arbeit „wahnsinnig gut“, fügt er hinzu. Wie viel Gehör sie findet, zeige ihre große Präsenz in den Medien.
Das Thema Inklusion konnte Mittermeier auch schon in seine TV-Tätigkeit einbringen. So schrieb er das Drehbuch für die Folge „Die indische Methode“ von „München Mord“, die noch bis 6. Dezember in der ZDF-Mediathek abrufbar ist. Darin spielt ein Sportlehrer im Rollstuhl eine zentrale Rolle. Die Arbeit an der Krimireihe mache ihm „viel Spaß“. Das Publikum liebt das skurrile Ermittlerteam, zu dem neben ihm in der Rolle als Harald Neuhauser noch Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen) und Ludwig Schaller (Alexander Held) gehören.

„Scheitern gehört dazu“
Die Beliebtheit von „München Mord“ liegt laut Mittermeier, der schon bei vielen TV-, Kino- und Theaterproduktionen mitwirkte, an den drei Hauptpersonen, die als Außenseiter gelten. „Das Scheitern gehört zum Menschen dazu“, sagt er. Als Ermittlerteam seien die drei so gut, „nicht weil sie so sind, wie sie sind, sondern obwohl sie so sind“, erläutert Mittermeier. „Es ist toll, was ihr macht“, sei nur eines von vielen Komplimenten, die ihm Menschen auf der Straße schon gesagt haben. Dies bedeute ihm sehr viel und motiviere ihn für die „wahnsinnig aufwendige und sehr detailreiche Arbeit am Set“.
Während seiner oft wochenlangen Film- und Fernsehengagements hat sich früher meist seine Frau um die drei gemeinsamen Kinder gekümmert. Jetzt sind die beiden Söhne und die Tochter erwachsen und in den Bereichen Medizin und Sozialarbeit ebenfalls für andere Menschen da.
Von den Filmemachern wird Marcus Mittermeier sehr geschätzt. Er mache sich bei den Dreharbeiten „viele Gedanken“ und setze sich mit ganzer Kraft ein, sagt Anno Saul, Regisseur der beiden „München Mord“-Folgen, die bald im ZDF zu sehen sind, über ihn. Mittermeier habe ein „großes Herz“.